Reiseziele · 7 Min. Lesezeit

Bali mit kleinem Budget: Was zwei Wochen wirklich kosten

Bali gilt als günstig, und das kann es auch sein. Welche Summe am Ende auf deiner Karte landet, hängt aber fast komplett davon ab, wie du schläfst, isst und dich fortbewegst. Du kannst zwei entspannte Wochen für deutlich unter tausend Euro verbringen, oder dieselbe Summe in fünf Tagen ausgeben, ohne dich besonders anzustrengen. Die Zahlen unten sind grobe Richtwerte von aktuellen Reisen. Sie sollen dir bei der Planung helfen, nicht eine exakte Rechnung versprechen. Preise ändern sich mit Saison und Wechselkurs, also nimm sie als Ausgangspunkt.

Ein Gefühl für die Tageskosten

Ist der Flug erst bezahlt, läuft Bali größtenteils auf einen wiederkehrenden Tagesbetrag hinaus. So sieht ein Tag ungefähr auf drei Komfortstufen aus, ohne Flug gerechnet:

Die meisten, die zum ersten Mal hinfliegen, landen irgendwo in der Mittelklasse und staunen, wie weit das Geld reicht. Der Trick ist zu wissen, welche Posten sich unbemerkt summieren.

Wo du schläfst: Villa oder Guesthouse

Die Unterkunft ist dein größter Hebel. Ein sauberes Zimmer im Guesthouse mit Klimaanlage und Frühstück kostet in Gegenden wie Ubud oder Canggu etwa 12 bis 20 € pro Nacht. Gönnst du dir eine private Villa mit kleinem Pool, bist du bei 35 bis 70 € pro Nacht, weniger, wenn du monatsweise buchst oder sie mit Freunden teilst. Gerade das macht viel aus: Eine Villa für 60 € kostet 60 €, egal ob eine oder vier Personen darin schlafen. Zu viert lebt ihr also für 15 € pro Kopf richtig komfortabel.

Ein oder zwei Wochen am Stück zu buchen und dann vor Ort zu verlängern, ist oft besser, als die ganze Reise vorab online festzuzurren. Vermieter gehen bei längeren Aufenthalten häufig mit dem Preis pro Nacht runter, und du siehst das Zimmer, bevor du dich festlegst.

Tipp

Jede Rupiah-Ausgabe gegen dein Euro-Limit

PocketTrip rechnet deine Ausgaben in Rupiah unterwegs in Euro um, damit dein Tageslimit immer zeigt, was du wirklich ausgegeben hast. Kein Schock beim Kontoauszug nach der Reise.

Unterwegs: die Roller-Frage

Mit einem gemieteten Roller sind die meisten Reisenden auf Bali unterwegs, und das ist günstig: etwa 4 bis 6 € am Tag oder rund 50 € im Monat, wenn du länger mietest. Benzin kostet fast nichts, vielleicht 1 €, um einen kleinen Tank aus einer der Flaschen am Straßenrand zu füllen. Diese Freiheit ist ein großer Teil dessen, warum sich Bali so bezahlbar anfühlt.

Zwei ehrliche Warnungen. Erstens brauchst du einen internationalen Führerschein mit Motorradklasse, um legal zu fahren, und Polizeikontrollen gibt es wirklich. Ohne kann es eine Strafe direkt vor Ort geben, und deine Reiseversicherung zahlt bei einem Unfall nicht, wenn du keinen gültigen Führerschein hattest. Zweitens ist der Verkehr im Süden wirklich chaotisch. Wenn du dich auf dem Roller nicht sicher fühlst, plane lieber Fahrdienst-Apps oder einen privaten Fahrer ein. Ein Auto mit Fahrer für einen ganzen Tag Sightseeing kostet etwa 35 bis 45 €, und geteilt durch drei oder vier ist das sehr fair.

Essen: vom Warung bis zum Restaurant

Hier ist Bali am großzügigsten. Ein Teller Nasi Campur in einem lokalen Warung, Reis mit ein paar Gemüse- und Fleischbeilagen, kostet 1,50 bis 3 €. Ein frischer Saft liegt bei etwa 1 €. Isst du so, wirst du für 8 bis 10 € am Tag richtig gut satt.

Die westlichen Cafés in Canggu und Seminyak sind eine andere Welt. Eine Smoothie Bowl und ein Flat White kommen schnell auf 10 bis 14 €, ungefähr so viel wie ein ganzer Tag Essen im Warung. Gegen ein bisschen Luxus ist nichts einzuwenden, aber wenn jede Mahlzeit in einem angesagten Brunch-Spot stattfindet, verdreifacht sich dein Essensbudget unbemerkt. Ein guter Rhythmus: meistens Warung, ein paar Mal pro Woche etwas Schöneres. Ein Abendessen in einem Restaurant der Mittelklasse mit Getränk liegt bei etwa 10 bis 18 €.

Aktivitäten, die ihr Geld wert sind

Vieles auf Bali ist kostenlos oder fast: Strände, Reisterrassen, ein Spaziergang durch Ubud. Bei den bezahlten Erlebnissen entscheidest du, worum es auf deiner Reise geht. Ein paar realistische Richtwerte:

Touristensteuer und versteckte Kosten

Indonesien erhebt für Bali inzwischen eine Touristenabgabe von 150.000 Rupiah, etwa 9 €, die du einmal pro Einreise zahlst. Zahl sie vorab online, dann sparst du dir die Schlange. Darüber hinaus schleichen sich ein paar Kosten ein:

Beispielbudget für zwei Wochen

Hier ein realistischer Plan in der Mittelklasse für eine Person über 14 Tage, ohne Flüge:

Reist du zu zweit oder in der Gruppe, sinkt der Betrag pro Person schnell, vor allem durch geteilte Unterkünfte und Fahrer. Zwei Personen in derselben Villa zahlen beim größten Posten jeweils die Hälfte. Wie du vor der Abreise einen Tagesbetrag festlegst, erklärt ausführlicher unser Artikel wie viel Taschengeld du für eine Reise brauchst.

Den Plan vor Ort ehrlich halten

Bali-Budgets kippen selten wegen eines einzelnen großen Luxus. Es ist das schleichende Mehr: ein paar zusätzliche Brunches im Café, ein ungeplanter Spa-Tag, ein besserer Roller. Bei Rupiah-Beträgen mit all den Nullen verlierst du leicht den Überblick, was du wirklich in Euro ausgibst. PocketTrip ist genau dafür gemacht: Leg dein Budget für zwei Wochen und dein Tageslimit fest, trag jede Ausgabe in Rupiah ein und sieh zu, wie sie in Euro umgerechnet wird und dein verbleibendes Tageslimit live aktualisiert. Scanne einen Beleg aus dem Warung und die KI auf deinem Gerät füllt die Details aus, teile die Villa mit deinen Mitreisenden, und alles bleibt privat auf deinem Gerät. Auf iPhone und iPad läuft der Abgleich über dein eigenes iCloud, auf Android sichert das System deine Daten automatisch in deinem Google-Konto. Mit unserem Reisebudget-Rechner skizzierst du vorher den ganzen Plan, und wenn du lange und sparsam unterwegs bist, geht unser Budget-Leitfaden für Backpacker tiefer darauf ein, wie du jeden Euro streckst.

Bereit?

Plane deine Bali-Reise bis aufs Tageslimit

Lade PocketTrip kostenlos für iPhone, iPad und Android.

Weiterlesen: Wie viel Taschengeld brauchst du für eine Reise? →