Budgetieren · 6 Min. Lesezeit

Wie viel Taschengeld brauchst du für eine Reise?

Die Frage stellt sich jeder vor dem Urlaub, und kaum jemand beantwortet sie richtig: Wie viel Taschengeld sollte ich eigentlich mitnehmen? Nimmst du zu wenig mit, rationierst du am dritten Tag schon dein Eis. Nimmst du zu viel mit, läufst du mit einem mulmigen Gefühl und zu viel Bargeld herum. Die ehrliche Antwort lautet "kommt drauf an", aber worauf genau, lässt sich in Zahlen fassen. Hier ist wie.

Was zählt eigentlich als "Taschengeld"?

Kläre zuerst, was diese Zahl überhaupt abdeckt. Taschengeld sind deine täglichen Kosten vor Ort, nicht die großen Posten, die du vorab buchst. Dazu gehören meist:

Flüge, Unterkunft und im Voraus gebuchte Touren gehören in ein eigenes Budget. Wer das vermischt, macht den klassischen Fehler, der eine Reise unbezahlbar wirken lässt, obwohl sie es gar nicht ist.

Ein realistischer Rahmen pro Tag

Statt einer magischen Zahl lohnt es sich, in Stufen zu denken, je nachdem wie du reist. Als grober Richtwert für eine Stadt im mittleren Preissegment in Europa:

Teure Städte wie Zürich, Kopenhagen oder Reykjavik können 50 bis 80 Prozent darüber liegen, günstigere Ziele wie große Teile Südostasiens oder Osteuropas oft weniger als die Hälfte. Nimm dir zehn Minuten Zeit, um den Preis für einen Kaffee, ein einfaches Essen und ein Metroticket am Zielort zu checken. Diese drei Zahlen verraten dir fast alles.

Tipp

Lege den Betrag fest und behalte ihn im Blick

PocketTrip macht aus deinem täglichen Taschengeld ein laufendes Tageslimit und gleicht jede Ausgabe damit ab, sodass "wie viel habe ich heute noch übrig?" immer nur einen Blick entfernt ist.

Deine Schätzung in vier Schritten

So wird aus dem Rahmen eine konkrete Zahl:

Das ist dein gesamtes Taschengeld. Wirkt es zu hoch, liegt die Lösung darin, eine Stufe niedriger zu gehen oder die Reise zu kürzen, nicht darin, dir einzureden, dass du weniger ausgeben wirst als tatsächlich der Fall sein wird.

Bar oder Karte?

In den meisten Teilen Europas, Nordamerikas und zunehmend auch Asiens laufen Karten- und Handyzahlungen für den Großteil deiner Ausgaben. Nimm etwas lokales Bargeld für Märkte, Trinkgeld und kleine Anbieter mit, etwa ein bis zwei Tagesbedarfe, und zahl den Rest mit Karte. Zahl an Terminals und Automaten immer in der Landeswährung. Lässt du das Gerät "hilfsbereit" in deine Heimatwährung umrechnen, kostet dich das fast immer mehr.

Denk an die versteckten Extras

Die Kosten, die ein Budget sprengen, sind selten die Mahlzeiten. Es sind die leicht vergessenen Extras: Flughafentransfer, Gepäckgebühren, städtische Tourismusabgaben, Datenroaming, diese eine große Aktivität, zu der dich alle überreden. Liste sie vorher auf und rechne sie in deine Gesamtsumme ein, damit sie dir nicht unbemerkt dein Tageslimit auffressen.

So bleibst du am einfachsten auf Kurs

Schätzen ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte besteht darin, vor Ort nicht abzudriften. PocketTrip hält dein Taschengeld ehrlich: Leg ein Gesamt- oder Tagesbudget fest, erfasse Ausgaben in jeder Währung (oder scanne einen Beleg) und sieh dein verbleibendes Limit in Echtzeit. Für das große Ganze passt dazu unser Schritt-für-Schritt-Guide zum Reisebudget erstellen.

Bereit?

Wisse genau, was du ausgeben kannst

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